Satzung des
Industrieverband Hamburg e.V.

beschlossen von der Mitgliederversammlung am 30. Mai 1994;
zuletzt geändert durch die Mitgliederversammlung am 23. Juni 2016

§ 1
Sitz, Rechtsform, Geschäftsjahr

Der IVH - INDUSTRIEVERBAND HAMBURG E.V., im Folgenden auch IVH genannt, hat seinen Sitz in Hamburg.

Gerichtsstand ist Hamburg.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 2
Aufgaben, Ziele, Satzung und Leitbild

Der IVH, dessen Zweck nicht auf einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb gerichtet ist, hat folgende Aufgaben und Ziele:

a) die Industrie und die industrienahen Unternehmen aus dem WirtschaftsraumHamburg zu unterstützen und deren Interessen zu vertreten;
b) die wirtschaftliche Entwicklung in diesem Gebiet zu fördern, wobei die Stärkung des Industriestandorts Hamburg im Vordergrund steht. Dies geschieht insbesondere durch einen konstruktiven Dialog mit Politik, Öffentlichkeit und anderen Interessensvertretungen der Wirtschaft.
c) die Hamburger Industrie innerhalb des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e.V. (BDI) zu vertreten und in dessen Organen den Einfluss dieser Industrie zur Geltung zu bringen;
d) die Interessen des BDI in Hamburg zu vertreten.

Die Tätigkeit des IVH erstreckt sich auf alle industriepolitischen Fragen, soweit diese für den Wirtschaftsraum Hamburg von Bedeutung sind. Der IVH veröffentlicht ein Leitbild, das seine Ziele und Arbeitsweisen beschreibt. Das Leitbild und spätere Aktualisierungen werden von der Mitgliederversammlung beschlossen.

Die Satzung des IVH umfasst den Satzungstext, die Beitragsordnung und die Wahlordnung zur Durchführung der Vorstandswahlen im Rahmen der Mitgliederversammlung.

§ 3 Mitgliedschaft

Mitglieder des IVH können werden:

  1. Unternehmen des produzierenden Gewerbes;
  2. sonstige Wirtschaftsunternehmen, Organisationen und Einzelpersonen, die die Ziele des IVH unterstützen;
  3. Wirtschaftsverbände, einschließlich der Landesvertretungen von Spitzenverbänden.

In begründeten Ausnahmefällen kann ein Unternehmen der vorstehenden Gruppen Fördermitglied des IVH werden. Über die Aufnahme von Fördermitgliedern entscheidet der Vorstand in begründeten Ausnahmefällen, die gegen eine Aufnahme als normales Mitglied sprechen.

Fördermitglieder haben auf der Mitgliederversammlung Rede- und Antragsrecht, aber kein Stimmrecht. Fördermitglieder können nicht für den Vorstand kandidieren. Für einen Wechsel von der Fördermitgliedschaft zur normalen Mitgliedschaft ist ein erneuter Aufnahmeantrag erforderlich.

§ 4
Erwerb und Beendigung der Mitgliedschaft

Die Mitgliedschaft ist freiwillig.

Über die Aufnahmeanträge entscheidet der Vorstand.

Der Austritt aus dem IVH ist nur zum Schluss eines Geschäftsjahres zulässig. Die Austrittserklärung muss sechs Monate vor Ablauf des Geschäftsjahres durch eingeschriebenen Brief an den Vorstand erfolgen. Der engere Vorstand kann in begründeten Ausnahmefällen die Mitgliedschaft auf Antrag des Mitglieds vorzeitig beenden oder von der Einhaltung der Kündigungsfristen absehen. Außerdem endet die Mitgliedschaft:

a) durch die Auflösung eines Mitgliedsverbandes oder einer Landesvertretung;
b) durch die Betriebsauflösung oder die Eröffnung des Insolvenzverfahrens eines Mitgliedsunternehmens oder den Tod der Einzelperson;
c) durch Ausschluss.

In den Fällen einer Betriebsauflösung oder der Eröffnung des Insolvenzverfahrens endet die Mitgliedschaft mit dem Tage dieses Ereignisses; dies ist der Geschäftsführung durch eingeschriebenen Brief mitzuteilen.
Der Ausschluss eines Mitgliedes kann durch Beschluss des Vorstands aus wichtigem Grund erfolgen, insbesondere wenn es trotz wiederholter Aufforderungen seinen Verpflichtungen nicht nachkommt oder die Interessen des Industrieverbandes gröblich verletzt. Gegen die Entscheidung des Vorstands ist binnen eines Monats nach Zustellung Berufung an die nächste Mitgliederversammlung zulässig. Die Berufung ist mit eingeschriebenem Brief einzureichen.

Die Rechte und Pflichten des betreffenden Mitgliedes gelten bis zur Entscheidung der Mitgliederversammlung als ausgesetzt. Mitglieder, die aus dem IVH ausscheiden oder ausgeschlossen werden, verlieren mit dem Tage ihres Ausscheidens oder ihres Ausschlusses jeden Anspruch auf das Vereinsvermögen. Eingezahlte Beträge werden nicht zurückerstattet.

§ 5
Rechte der Mitglieder

Jedes Mitglied kann den IVH im Rahmen seiner satzungsgemäßen Aufgaben in Anspruch nehmen.

§ 6
Mitgliedsbeiträge

Die Beiträge sind nach einer Beitragsordnung zu entrichten, die von der Mitgliederversammlung zu beschließen ist. Neumitglieder, die dem IVH beitreten, zahlen einen vollen Jahresbeitrag bei Eintritt in der ersten Jahreshälfte. Als Datum des Beitritts gilt der Tag des Beschlusses des Vorstands über die Annahme des Aufnahmeantrags.

Alle Details regelt die Beitragsordnung.

§ 7
Organe des Industrieverbandes

Organe des Industrieverbandes sind:

a) die Mitgliederversammlung
b) der Vorstand
c) die Geschäftsführung

§ 8
Die Mitgliederversammlung

In der Mitgliederversammlung hat jedes Mitglied eine Stimme. Das Stimmrecht kann schriftlich auf bevollmächtigte andere IVH-Mitglieder übertragen werden. Die Regelung gilt analog für den IVH-Vorstand und ggf. für Arbeitsausschüsse. Bevollmächtigungen müssen dem Vorsitzenden der Mitgliederversammlung und dem Wahlleiter zu Beginn der Mitgliederversammlung vorliegen).

Die Mitgliederversammlung des IVH tagt ein Mal jährlich. Weitere Mitgliederversammlungen sind möglich, sofern ein Beschluss des Vorstands hierzu getroffen wird oder mindestens ein Viertel der stimmberechtigten Mitglieder dies schriftlich beantragen.

Zu jeder Mitgliederversammlung muss mindestens 2 Wochen im Voraus unter Angabe von Datum, Ort und Tagesordnung schriftlich geladen werden. Die Einladung zur Mitgliederversammlung erfolgt durch den Vorsitzenden oder in dessen Namen durch die Geschäftsstelle. Den Vorsitz der Mitgliederversammlung führt der Vorsitzende oder ein von ihm benannter Stellvertreter.

Die Mitgliederversammlung ist zuständig für:

a) die Entlastung des Vorstands und der Geschäftsführung
b) die Wahl der Mitglieder des Vorstands
c) Satzungsänderungen
d) die Genehmigung des Haushaltsplanes, den Beschluss der Beitragsordnung, die Festsetzung der Beiträge und die sonstigen ihr von der Satzung zugewiesenen Aufgaben
e) alle Angelegenheiten, die ihr vom Vorstand vorgelegt werden
f) Auflösung des Industrieverbandes und Verwendung eines etwaigen Restvermögens.

Bei Beschlussfassung entscheidet die Stimmenmehrheit der erschienenen und durch Vollmacht vertretenen Mitglieder.

Die Vorstandswahlen werden nach einer Wahlordnung durchgeführt, die Teil der Satzung ist. Alle Wahlen im IVH erfolgen schriftlich und geheim. Für die Vorbereitung und Durchführung der Wahlen ist die Geschäftsstelle verantwortlich.

Zum Beschluss über die Auflösung des Industrieverbandes ist eine Mehrheit von drei Vierteln aller Stimmen erforderlich. Mit Zustimmung von zwei Dritteln der Stimmen der anwesenden Mitglieder kann auch über Angelegenheiten Beschluss gefasst werden, die nicht auf der Tagesordnung stehen; ausgenommen davon ist der Beschluss auf Satzungsänderung und Auflösung des IVH. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden. Die Mitgliederversammlung ist stets beschlussfähig, wenn sie ordnungsgemäß einberufen ist.

In der Mitgliederversammlung haben die Verbände, die im IVH Mitglied sind, eine Stimme. Diese kann vom Verbandsvorsitzenden oder dem Verbandsgeschäftsführer wahrgenommen werden.

Über die Verhandlungen der Mitgliederversammlung ist eine Niederschrift aufzunehmen, die vom Vorsitzenden zu unterzeichnen und den Mitgliedern zuzustellen ist.

 § 9
Der Vorstand

Der Vorstand besteht aus höchstens 18 Personen, die aus dem Kreise der Mitglieder stammen müssen. 12 der 18 Personen werden von der Mitgliederversammlung gewählt. Näheres regelt die zur Satzung gehörende Wahlordnung.

Der Vorstand ist berechtigt, bis zu 6 weitere Mitglieder zu berufen. Sie sollen Persönlichkeiten sein, die auf Grund ihrer Bedeutung für die Hamburger Industrie im besonderen Maße zur Mitarbeit geeignet sind.

Die Entlastung des Vorstands erfolgt auf der Mitgliederversammlung. Zur Entlastung legt der Vorstand einen Bericht vor.

Der Vorstand wählt aus seiner Mitte den Vorsitzenden und zwei Stellvertreter. Auch diese Wahl ist geheim, sofern der Vorstand nichts anderes beschließt.

Während der Amtszeit frei werdende Plätze kann der Vorstand durch Nachberufung für die laufende Amtszeit besetzen.

Dem Vorstand kann nur angehören, wer zum Zeitpunkt der Wahl oder der Nachberufung das 65. Lebensjahr noch nicht vollendet hat.

Beschlüsse des Vorstands werden mit Stimmenmehrheit gefasst. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden. Die Einladungen zu Sitzungen des Vorstands haben in der Regel mit mindestens einwöchiger Frist unter Mitteilung der Tagesordnung schriftlich zu erfolgen.

Die Amtsdauer des Vorstands beträgt drei Jahre. Der Vorstand bleibt bis zur Wahl des neuen Vorstands im Amt.

Der Vorstand bestimmt in regelmäßigen Sitzungen die Richtlinien für die laufende Arbeit des IVH. Soweit hierfür Beschlüsse der Mitgliederversammlung vorliegen, ist der Vorstand an diese gebunden. Über die Sitzungen des Vorstands ist eine Niederschrift aufzunehmen, welche vom Vorsitzenden zu unterzeichnen und den Mitgliedern des Vorstands zuzustellen ist.

Der Vorsitzende und seine beiden Stellvertreter sind Vorstand im Sinne von § 26 BGB. Jeder von ihnen ist allein vertretungsberechtigt. Jedoch sollen die Stellvertreter nur tätig werden, wenn der Vorsitzende verhindert ist.

Der Vorstand kann zur Erfüllung seiner Aufgaben eigene Arbeitsausschüsse bilden oder sich bestehender Ausschüsse bedienen.

 § 10
Die Geschäftsführung

Die Erledigung der laufenden Aufgaben des IVH wird von einer Geschäftsführung durchgeführt, die ihre Arbeiten nach den Weisungen des Vorstands zu leisten hat.

Die Geschäftsführung hat hinsichtlich der ihr zugewiesenen Aufgaben Vertretungsmacht im Sinne des § 30 BGB.

Die Geschäftsführung wird vom Vorstand bestellt und abberufen. Über alle dienstlichen zu ihrer Kenntnis gelangenden Angelegenheiten ist strengstes Stillschweigen zu bewahren.

Die Geschäftsführung leitet die Verbandsgeschäftsstelle. Sie trägt die Personalverantwortung für die Mitarbeiter und die Einhaltung der Budgets im normalen Geschäftsverlauf.

Die Entlastung der Geschäftsführung erfolgt auf der Mitgliederversammlung. Zur Entlastung legt die Geschäftsführung einen Bericht vor.

§ 11
Inkrafttreten der Satzung

Die Neufassung der Satzung ersetzt alle vorherigen Fassungen und tritt nach Ihrem Beschluss durch die Mitgliederversammlung 2007 und ihrer anschließenden Eintragung ins Vereinsregister in Kraft.

Der Vorstand ist berechtigt, redaktionelle Änderungen dieser Satzung vorzunehmen, soweit diese für die Eintragung in das Vereinsregister erforderlich sind.

Veranstaltungen

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    24.05.2018Bereits stattgefunden

  • IVH-Frühgespräch "3D-Druck im Unternehmen - Einstieg in die Praxis"Thema Digitalisierung

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  • IVH-Themenabend "CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz vom 9. März 2017 - erste Erfahrungen und Herausforderungen"

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