Masterplan Industrie

Im Masterplan Industrie haben sich am 30. August 2007 der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg (FHH), der Industrieverband Hamburg e. V. (IVH), die Handelskammer Hamburg (HK) und seit 11. Februar 2014 der Deutsche Gewerkschaftsbund Nord (DGB-Nord) auf strategische Rahmenbedingungen für die Sicherung und den Ausbau der Industrie in Hamburg verständigt.

Der Masterplan Industrie hat sich als Instrument zur Intensivierung des Dialogs zwischen Wirtschaft, Politik und Verwaltung in Hamburg bewährt.

Unterzeichner der ersten Fassung am 30. August 2007 waren: Senator Gunnar Uldall, Präses der Behörde für Wirtschaft und Arbeit; Karl Gernandt, IVH-Vorsitzender; und Dr. Karl-Joachim Dreyer, Präses Handelskammer Hamburg.

Als aktuelle Fassung des Hamburger Masterplan Industrie gilt die Fortschreibung vom 11. Februar 2014, die am 19. Dezember 2017 um die Arbeitsfelder „Industrie 4.0“ und „3D-Druck“ ergänzt wurde.

Bei der Präsentation des neuen Masterplan Industrie am 19. Dezember 2017 im Hamburger Rathaus sagte der IVH-Vorsitzende Michael Westhagemann: „Für den Industriestandort Hamburg sind die beiden digitalen Handlungsfelder „Industrie 4.0“ und „3D-Druck“, um die der Masterplan Industrie ergänzt wird, von besonderer Bedeutung. Für Deutschland als Exportweltmeister eröffnen sich mit der Digitalisierung enorme Chancen. Jetzt geht es darum, für diese Entwicklungen einen Rahmen abzustecken und globale technische Standards zu setzen. Dabei kann es nur von Vorteil sein, wenn die Akteure unserer deutschen Industrie ihre Ziele gemeinsam voranbringen."

MASTERPLAN INDUSTRIE VON 2017 FINAL
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Masterplan Industrie von 2014 
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Erster Masterplan Industrie (2007)
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Grundsätze des Masterplan Industrie

Es folgen Auszüge aus dem Originaltext vom 19. Dezember 2017, der den „Grundsätzen“ in der Fortschreibung vom 11. Februar 2014 entspricht:

Die Industrie ist Ausgangspunkt der Wertschöpfungskette und damit wichtiger Partner für Unternehmen nachfolgender Stufen wie Handel, Logistik und Dienstleitungen. Auch der Hafenstandort Hamburg profitiert in starkem Maße von der leistungsfähigen Industrie. (...)

Die Industrie ist ein bedeutender Arbeitgeber und zuverlässiger Ausbilder mit einer lebensphasenorientierten, integrativen Personalpolitik über eine breite Qualifikationspalette hinweg. Sie investiert in Forschung und Entwicklung und stärkt durch die Zusammenarbeit mit den Hochschulen die Innovationskraft unseres Standortes. Die Hamburger Industrie entwickelt Technologien auch für Nachhaltigkeit, Klima- und Umweltschutz und setzt diese in den Betrieben ein. Gerade in konjunkturell schwierigen Zeiten hat die Industrie immer als stabilisierender Faktor gewirkt. In der jüngsten Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise war die Industrie Garant für eine schnelle Überwindung der wirtschaftlichen Schwächeperiode.

Die Fortschreibung, auf die sich der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg (FHH), die Handelskammer Hamburg (HK), der Industrieverband Hamburg e. V. (IVH) und der Deutsche Gewerkschaftsbund Nord (DGB-Nord) gemeinsam verständigt haben, führt die Vereinbarungen aus dem Masterplan Industrie vom 30. August 2007 mit neuen Akzenten fort, wobei das Ziel, die Attraktivität des Industriestandortes Hamburg zu steigern, weiterhin handlungsleitend ist.

Diese Vereinbarung wird nun auf Grundlage der bisherigen Erfahrungen mit folgenden Schwerpunkten fortgeschrieben: Flächen für die Industrie, Verkehr als Bedingung für Industrie, Innovationsmetropole Hamburg (inkl. Clusterpolitik), Industrie und Umwelt, Energie für die Industrie, Fachkräfte für die Industrie (inkl. Integration, Inklusion und Gleichstellung) sowie Akzeptanz der Voraussetzungen für Industrie. (…)

Hinweis: Im Rahmen des Handlungsfelds „Akzeptanz für die Voraussetzungen von Industrie“ wurde im Oktober 2015 eine Befragung der Hamburger Bevölkerung zur Bekanntheit und zum Image der Industrie durchgeführt. Auf Basis der Ergebnisse wurde 2017 ein Handlungskonzept erarbeitet.

Auszug aus der Präambel vom 19. Dezember 2017 zur Ergänzung des Masterplan Industrie:

(…) Aufgrund der hohen Relevanz der zunehmenden Digitalisierung der Wirtschaft haben es sich die Partner des Masterplan Industrie zum Ziel gesetzt, den Unternehmen und den Beschäftigten möglichst gute Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Umsetzung von „Industrie 4.0“ und „3D-Druck“ am Standort Hamburg zu bieten und auf diese Weise die Wettbewerbsfähigkeit der Hamburger Industrie nachhaltig zu sichern und auszubauen. Vor diesem Hintergrund vereinbaren die Partner, dem Masterplan Industrie die zwei neuen Handlungsfelder „Industrie 4.0“ und „3D-Druck“ hinzuzufügen. Der Masterplan Industrie in seiner Fassung von 2014 hat in seiner jetzigen Form weiterhin Bestand und wird lediglich um die zwei neuen Handlungsfelder ergänzt.

Veranstaltungen

  • "Konjunkturperspektiven für 2019"

    08.11.2018

  • 11. Lange Nacht der Industrie

    08.11.2018

  • "Energieeffizienz-Netzwerke Nord"

    28.09.2018

  • Politisches Frühstück mit Michael Kruse, Fraktionsvorsitzender FDP Hamburg

    06.09.2018

  • IVH-Themenmorgen "Der Flughafen erwacht"

    17.08.2018

Pressekontakt

  • Mario C. Spitzmüller

    Mario C. Spitzmüller

    Politik und Kommunikation
    Tel. (040) 6378-4142
    Fax (040) 6378-4199
    mario_spitzmueller@bdi-hamburg.de

    Aufgabenbereiche und Sachgebiete

    • Presse-, Medien- und Gremienarbeit
    • Masterplan Industrie: Arbeitsfeld „Akzeptanz der Voraussetzungen für die Industrie“, Leitung der AG für Akzeptanz
    • Energieeffizienznetzwerke der Hamburger Industrie, Bundesinitiative Energieeffizienznetzwerke, Netzwerk-Moderation
    • Additive Produktionstechnologien (3D-Druck)
    • Automotive Nord: Cluster-Initiative der norddeutschen Automobilindustrie
    • Wasserstoff-Einsatz in der Industrie
    • Imageformate der Industrie: Lange Nacht der Industrie und weitere